Der Arbeitskreis Kommunalpolitik der SPD Grassau informierte sich über die Grassauer Wasser- und Bodenverbände

29. April 2025

Für die Öffentlichkeit zwar unsichtbar, aber unverzichtbar wichtig ist die Arbeit der genossenschaftlich organisierten vier Wasser- und Bodenverbände in Grassau.

Ihre Geschichte geht bis ins 19. Jahrhundert zurück, als man im unteren Achental zielstrebig daran ging, die feuchten Wiesen im Umfeld der Tiroler Ache für Landwirtschaft und Bebauung besser nutzbar zu machen.

Der Arbeitskreis Kommunalpolitik der SPD Grassau traf sich mit Klaus Noichl, dem Vertreter der Gänsbach-Genossenschaft, um Näheres zu erfahren. Die Genossenschaft mit mehreren hundert Mitgliedern – alle Bachanrainer zählen dazu – hat satzungsgemäß die Aufgabe, den Gänsbach mit seinen Verzweigungen zwischen Nußbaum im Süden Grassaus bis zur Brücke in Mietenkam sauber zu halten. Jährlich im November wird deshalb das arbeitsintensive „Bachrama“ angesetzt: Jedes Mitglied leistet dafür Arbeitsstunden beim händischen Säubern der Böschungen oder bei Baggerarbeiten – oder zahlt einen geldlichen Ausgleich. Damit sollen Mängel am Bachlauf sowie Aufstauungen durch Unrat und übermäßigen Pflanzenwuchs verhindert und das umliegende Land drainiert werden.

Sollte es bei unsachgemäßer Gewässerpflege zu Schäden zu kommen, haftet der Vorsitzende der Gänsbach-Genossenschaft persönlich, so die Satzung – ein belastender Zustand. Dementsprechend sorgt die Vorstandschaft mit ihren Mitgliedern regelmäßig für aufwändige Gewässerpflege.

Weder landwirtschaftliche Nutzung noch Bebauung wäre ohne die Arbeit der Genossenschaft machbar. Sollte sie vernachlässigt werden, wären die Folgen für die Anrainer im weiten Umgriff dramatisch.

Die Mitglieder des kommunalpolitischen Arbeitskreises der Grassauer SPD richteten deshalb ihren Dank an Klaus Noichl (CSU) und die Mitglieder der Gänsbach-Genossenschaft für ihren Einsatz zum Nutzen der Bürgerschaft.

Nachgefragt bei Klaus Noichl, Mitglied in der Gänsbach-Genossenschaft und selbst Marktgemeinderat, haben u. a. die Marktgemeinderätinnen (v. l.) Katharina Schmuck und Marina Gasteiger (Foto Gruß)

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