Von Krippenplätzen über Fernwärme bis Mobilfunk Informationen beim 39. Kommunalpolitischen Aschermittwoch der SPD in Grassau

von Links : Marina Gasteiger, christian Kegel,Stefan Kattari Foto Mühlberger

16. März 2025

Mehr als 40 Interessierte nahmen beim diesjährigen Kommunalpolitischen Aschermittwoch des Ortsvereins der SPD Grassau im Dorfsaal Mietenkam die Gelegenheit wahr, sich über die aktuellen Entwicklungen in der Marktgemeinde zu informieren. Seit rund vier Jahrzehnten sind diese Abende der Berichterstattung durch die SPD-Marktgemeinderatsmitglieder gewidmet. Heuer galt die Diskussion den aktuellen Entwicklungen im Bereich Infrastruktur, Sozialwesen, Bauentwicklung und Verkehr. Der Vorsitzende des Ortsvereins Grassau, Tobias Gasteiger, begrüßte neben den sechs Marktgemeinderätinnen und- räten einschließlich des Bürgermeisters Stefan Kattari auch den designierten Landratskandidaten der SPD, Christian Kegel. Er hob in seiner kurzen Ansprache den Wert gelebter Demokratie hervor, der sich darin zeige, dass die Verantwortlichen auf kommunaler Ebene das gesellschaftliche Miteinander gut pflegen und kontinuierlich an Lösungsansätzen für ein gelingendes Fortkommen der Bevölkerung arbeiten. Die SPD in Grassau habe das in ihrer Erfolgsgeschichte – sie stellt seit 1986 ununterbrochen den Bürgermeister – bewiesen. Was im vergangenen Jahr die Menschen in Grassau beschäftigt habe, erläuterten die Gemeinderatsmitglieder Marina Gasteiger (Fraktionssprecherin), Katharina Schmuck, Richard Schreiner, Olaf Gruß und Franz Heuberger sowie Bürgermeister Stefan Kattari. Sie hoben hervor, dass sich die Grassauer Kommunalpolitik – und zwar quer durch alle Fraktionen – bei ihren Entscheidungen immer um vorausschauende Planung bemühe, also sorgsam auf mögliche Entwicklungen achte und diese berücksichtige. Das zeige sich auf dem Feld der Ortsentwicklung ebenso wie im sozialen Bereich. Ein Beispiel: Die Marktgemeinde sehe ausreichend viele Krippen- und Kindergartenplätze vor, um dieser sozialen Frage gerecht zu werden, und lasse sich das jährlich bis zu 1.3 Mio. Euro kosten. Eine Neuaufstellung des Flächennutzungsplans soll die Grundlage für geordnete Ortsentwicklung bilden. Außerdem sind kontinuierlich Maßnahmen für Fernwärmeversorgung, Mobilfunk, Brücken-, Straßen- und Leitungsbau in Arbeit. Das Thema ÖPNV führte zu vielen Nachfragen: Ein Baustein zur Verbesserung des Personennahverkehr kann das zweijährige Pilot-Projekt „Traudl“ werden, unterstützt vom Landratsamt: ein Rufbus, dessen Einführung Grassau ebenso wie Übersee, Grabenstätt und Chieming beschlossen hat und das als Ergänzung anderer Verkehrsmittel seine Fahrten mit vielen Haltepunkten voraussichtlich im Jahr 2026 aufnehmen wird. Die Buchung erfolgt über App oder Telefon. Alle diese Probleme müssen Platz finden in einem gut berechneten Haushalt, der dann auch manche freiwilligen Leistungen der Marktgemeinde ermöglicht. Dazu zählen Aufgaben wie Unterstützung des Vereinswesens und Kulturlebens. Im Jahr 2025 wird ein großes gemeinsames Kulturfest gefeiert werden: Es würdigt die urkundliche Ersterwähnung von Grassau vor 900 Jahren, den 60. Jahrtag der Markterhebung, den 50. Geburtstag der Musikschule Grassau, die 30 Jahre währende Gemeindepartnerschaft mit Raschau und weitere Jubiläen bei den Vereinen. Viele Menschen aus der Marktgemeinde arbeiten bei den zahlreichen Programmpunkten zusammen. Leider, so der Bürgermeister, gebe es jedoch auch Themen, die man nicht umsetzen könne. Dazu zählten derzeit kommunale Baumaßnahmen für günstigen Wohnungsbau und der erhoffte Neubau des Vereinsheims bei den Sportplätzen. Alle Informationen stießen auf lebhaftes Interesse und viele Fragen des Publikums. Bei Getränken und den traditionellen herzhaften Fischbrötchen setzte sich die Diskussion lebhaft fort.

Teilen