Für Grassau: Unsere Politik

Gemeinsam für unsere lebenswerte Marktgemeinde Unser Programm für 2026 bis 2032

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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Mit unserem Programm für die nächsten sechs Jahre stellen wir uns den Herausforderungen in schwieriger Zeit. Wir werden auf kommunaler Ebene für eine gute soziale, wirtschaftliche und politische Entwicklung arbeiten. Die SPD stärkt die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Bürgerinnen und Bürgern und demokratischen Gruppierungen im Marktgemeinderat.

Hier finden Sie acht Themenbereiche, die wir für die kommende Wahlperiode für besonders wichtig halten:

  • Haushalt und Finanzen.
  • Bauen und Wohnen
  • Gewerbe, Handel und Arbeitsplätze
  • Umwelt- und Klimaschutz
  • Soziale Gemeinde und Bildung
  • Ehrenamt und Vereine
  • Infrastruktur und Mobilität
  • Freizeit und Tourismus

Kluge Finanzpolitik fortsetzen

Eine für alle Altersgruppen gute Infrastruktur, Bildung und soziale Ziele stehen für uns im Mittelpunkt und sinnvolle Investitionen ohne Überschuldung bleiben unser Ziel. Wir werden weiter sorgfältig wirtschaften, um trotz knapper Mittel neue Ideen umsetzen zu können. Wir führen die Sanierung der Schule zu Ende. In den vergangenen sechs Jahren sind mehr als 30 Millionen Euro für die Feuerwehr in Rottau, die Kindergärten und vor allem die Schulsanierung in die Hand genommen worden. Dies sind zentrale Investitionen in die Zukunft der Gemeinde. Manch Wünschenswertes muss daher auf später verschoben werden.

Konkret:

  • Schulhaussanierung zu Ende führen
  • Unaufschiebbares finanzieren

Bauen und Wohnen

Wohnraum zu schaffen, stellt uns vor größere Herausforderungen als in der Vergangenheit. Wir setzen uns dafür ein, dass Bauland und Wohnungen für Menschen aller Einkommensgruppen zur Verfügung stehen.

Die gemeindlichen Grundstücke sollen bevorzugt für bezahlbares Bauen und Wohnen vergeben werden, um insbesondere dringend benötigte Mietwohnungen zu schaffen oder weiterhin als Baugrund im „Einheimischenmodell“, sobald die Finanzierbarkeit wieder gegeben ist.

Wir werden Initiativen unterstützen, die geförderte und gemeinnützige Wohnbauprojekte oder genossenschaftliches Bauen auf den Weg bringen, wo nötig in interkommunaler Zusammenarbeit.

Der neue Flächennutzungs- und Landschaftsplandient uns als zukunftsfähiger Rahmen. Wir achten darauf, dass möglichst wenig Fläche versiegelt und verbraucht wird.

Wir sehen in einer maßvollen Nachverdichtung die Chance, den dörflichen Charakter zu wahren und dennoch neuen Wohnraum zu schaffen. Vorrang hat für uns die Nutzung vorhandener Baulücken sowie Bauen auf familieneigenem Grund. Ausweisung von Bauland am Ortsrand muss Ausnahme bleiben, gut begründet sein und darf nicht zu Lasten landwirtschaftlicher Betriebe gehen. Baulandausweisung darf auch in Zukunft nur im „Einheimischenmodell“ möglich sein.

Wir setzen uns für eine weitere Verringerung der Zahl der Zweitwohnungen ein und werden weiterhin alle Möglichkeiten nutzen, um neue Zweitwohnungen zu verhindern. Wo ganze Quartiere neu überplant werden wie z. B. im Gewerbepark, sorgen wir für eine geordnete Entwicklung.

Schrebergärten oder Gemeinschaftsgärten sollen die Wohnqualität vor allem der Siedlungen im Grassauer Osten stärken.

Wir wollen weiterhin eine umfassende und frühzeitige Bürgerbeteiligung gemeinsam mit allen Fraktionen im Marktgemeinderat umsetzen.

Konkret:

  • gemeindliche Grundstücke für Mietwohnungen
  • Unterstützung für genossenschaftliches Bauen
  • Nachverdichtung vor Neuausweisung von Bauland
  • Möglichst wenig Flächenversiegelung
  • Keine neuen Zweitwohnungen
  • Gemeinschaftsgärten ermöglichen

Gewerbe, Handel und Arbeitsplätze

Arbeitsplätze vor Ort dienen allen: den Familien, der Gemeinde und der Umwelt. Wir unterstützen die Ansiedlung und den Erhalt von attraktiven und zukunftsfähigen Arbeitsplätzen vor Ort.

Um neue Unternehmen anzusiedeln und die bestehenden Gewerbebetriebe zu unterstützen, sorgen wir dafür, dass die bereits begonnene Wirtschaftsförderung in der Gemeindeverwaltung ausgebaut wird. Wir möchten, dass der Markt Grassau noch stärker bei der Vermittlung von Gewerbeimmobilien unterstützt und das Ortsbild attraktiv hält, damit Kunden gerne in der Gemeinde einkaufen.

Wir setzen uns dafür ein, dass die Ortszentren von Grassau, Rottau und Mietenkam lebendig bleiben. Dazu gehören die vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten und die wohnortnahe ärztliche Versorgung. Der EDEKA muss in der Ortsmitte bleiben können. Einen weiteren großen Lebensmittelmarkt brauchen wir nicht.

Wir möchten, dass die Entwicklung des Gewerbeparks von zukunftsweisenden Angeboten für modernes Arbeiten, Wohnen und Leben geprägt ist.

Konkret:

  • Wirtschaftsförderung im Rathaus ausbauen
  • EDEKA in der Ortsmitte halten
  • Gewerbepark entwickeln

Umwelt- und Klimaschutz

Wir sorgen dafür, dass der Markt Grassau umweltbewusste Vorreitergemeinde bleibt.

Die bestehende Infrastruktur ist schon klug angelegt. Wir analysieren weiterhin, welchen Anteil Sonne, Wind und Wasser im Markt Grassau zur Energiewende beitragen können. Die Nutzung von Sonnenenergie hat auch künftig auf gemeindlichen Gebäuden Vorrang, und Speicherkapazitäten zu schaffen ist vordringlich.

Wir wollen das Fernwärmenetz in Grassau und Rottau weiter ausbauen sowie in Mietenkam neu aufbauen, soweit dies wirtschaftlich darstellbar ist. Wir werden Planungen anschieben, um die Klimabilanz der Heizkraftwerke weiter zu verbessern.

Neben Hochwassern der Tiroler Ache stellen Überflutungen durch kurzfristige Starkregenereignisse ein wachsendes Risiko für die Bevölkerung dar. Zu ihrem Schutz werden wir die notwendigen Maßnahmen, z. B. die Überprüfung der Kapazitäten des Kanalnetzes, in offener Zusammenarbeit mit allen Beteiligten weiter entwickeln. Dazu gehört auch die Versickerung von Regenwasser auf jedem bebauten Grundstück. Das Ökomodell Achental ist wichtiger Partner, um die nachhaltige Entwicklung des Achentals u.a. in den Bereichen Landwirtschaft, Naturschutz und erneuerbare Energien voranzubringen und unsere Ziele gemeindeübergreifend umzusetzen.

Die Artenvielfalt auf gemeindeeigenen Flächen wollen wir weiter fördern.

Konkret:

  • Sonnenenergie auf gemeindlichen Gebäuden nutzen und Speicherkapazitäten schaffen
  • Fernwärmenetz bis Mietenkam ausbauen
  • Klimabilanz der Heizwerke überprüfen
  • Schutz vor Überflutungen verbessern
  • Artenvielfalt fördern

Soziale Gemeinde und Bildung

In vielen sozialen Bereichen gelingt dem Markt Grassau, seinen engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie den Vereinen Vorbildliches. Dies wollen wir erhalten.

Wir wollen allen Menschen eine gute soziale Einbindung in Nachbarschaft und Gemeindeleben ermöglichen und die Teilnahme am öffentlichen Leben fördern.

Wir stellen sicher, dass alle Grassauer, Rottauer und Mietenkamer Kinder weiterhin einen Betreuungsplatz bekommen. Zudem werden wir weiterhin die Betreuung von Vorschulkindern und schulpflichtigen Kindern nachmittags und in den Ferien gewährleisten.

Um die Angebote zu optimieren und ggf. auszuweiten, unterstützen wir die Familienstelle im Rathaus, eine Beauftragte oder einen Beauftragten für Menschen mit Behinderungen und Senioren als Ansprechperson und die sozialen Einrichtungen.

Die Unterstützung der Musikschule, der Gemeindebücherei sowie der Jugendarbeit in den Vereinen, im Jugendtreff und beim Ferienprogramm ist uns weiterhin ein zentrales Anliegen.

Wir nutzen alle zur Verfügung stehenden Mittel, um weiter den hohen Standard unseres Sicherheits- und Rettungswesens zu gewährleisten mit den Feuerwehren, dem Roten Kreuz, einem Notarztstandort, der Bergwacht und der Grenzpolizei vor Ort.

Wir setzen uns für moderne, barrierefreie, gemeinschaftspraxistaugliche Räumlichkeiten in zentraler Lage ein, damit die ärztliche Versorgung auch in Zukunft gewährleistet bleibt.

Die Beteiligung aller, vor allem aber junger Menschen am politischen Gemeindeleben liegt uns sehr am Herzen.

Konkret:

  • Soziale Angebote der Gemeinde erhalten und wo nötig ausbauen
  • Betreuungsbedarf für Kinder in Krippen, Kindergärten, am Nachmittag und in den Ferien decken
  • Ärztliche Versorgung und Rettungseinrichtungen erhalten

Ehrenamt und Vereine

Wir stehen zu unseren Traditionen und sind offen für Neues.

Das reiche Gemeindeleben in Grassau, Rottau und Mietenkam ist geprägt durch das freiwillige und ehrenamtliche Engagement außergewöhnlich vieler Bürgerinnen und Bürger sowie von Vereinen und ehrenamtlich getragenen Institutionen. So gelingt ein gutes Miteinander von Jung und Alt, Alteingesessenen und Zugezogenen, das wir sorgsam pflegen und unterstützen.

Wir unterstützen weiterhin unsere Vereine und alle Ehrenamtlichen nach Kräften, seien es die Traditionsvereine, kulturelle Aktivitäten, Sport, Politik oder Freizeit. Wir stehen zur Ehrenamtsstelle im Rathaus.

Wir halten es für unverzichtbar, dass weiterhin Räume für die Vereine zur Verfügung gestellt werden. Wir stehen dazu, dass der Markt Grassau die Vereine bei Investitionen unterstützt, z. B. bei der anstehenden Sanierung des ASV-Heims in Brandstätt.

Der Markt Grassau zeichnet sich darüber hinaus durch ungewöhnlich intensive Aktivitäten auch auf dem Gebiet der Musik, Literatur, Kultur- und Technikgeschichte aus. Dies werden wir weiter fördern.

Nicht zuletzt ist uns in der heutigen Zeit eine Unterstützung durch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bei wirtschaftlicher und sozialer Integration von Asylsuchenden wichtig.

Konkret:

  • Unterstützung für Ehrenamtliche und Vereine fortsetzen oder ausbauen
  • ASV-Sportheim sanieren

Infrastruktur und Mobilität

In den nächsten Jahren werden neue Infrastrukturen wie das Glasfasernetz weiter ausgebaut, aber auch die vorhandenen Infrastrukturen der Trinkwasserleitungen und Abwasserkanäle rechtzeitig erneuert werden müssen. Wir werden die Sanierung der Gemeindestraßen und -wege, der Brücken und des Kanalnetzes konsequent fortsetzen.

Mobil zu sein, ist wichtig für ein selbstbestimmtes Leben. Dafür braucht es vielfältige Angebote, von Carsharing bis zu weiteren Radstellplätzen z. B. an Bushaltestellen.

Das vom Marktgemeinderat beschlossene Verkehrskonzept soll schrittweise umgesetzt werden. Wir wollen einen Kreisverkehr an der B305 in Viehhausen ermöglichen und Verbesserungen des Geh- und Radwegenetzes vorantreiben.

Wir setzen uns für eine intensive Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Nachbargemeinden und dem Landkreis Traunstein bei Verkehrsthemen wie z.B. beim geplanten Rufbus „Traudl“, dem Carsharing oder Linienbussen ein.

Konkret:

  • Konsequente Sanierung der gemeindlichen Infrastruktur fortführen
  • Glasfaserausbau begleiten
  • neuer Kreisverkehr in Viehhausen
  • Fahrbahnteiler am westlichen Ortseingang von Rottau
  • Ausbau des Radwegenetzes
  • mit dem Rufbus Traudl die Mobilität verbessern

Freizeit und Tourismus

Wir sind der Überzeugung, dass Freizeit- und Tourismuseinrichtungen nachhaltig ausgerichtet sein müssen, damit diese gleichermaßen Einheimischen und Gästen dienen.

Der Erhalt bestehender Hotellerie und Gastronomie sowie die Förderung weiterer unterschiedlicher Übernachtungsmöglichkeiten sind uns wichtig.

Wir wollen den sanften Rad- und Wandertourismus umweltschonend ausbauen und den Bau eines Wanderparkplatzes für den Strehtrumpf voranbringen. Ein Wandererparkplatz in Mietenkam soll das vorhandene Angebot ergänzen.

Die große Rolle, die der Markt Grassau allen sportlichen Aktivitäten zuspricht, muss erhalten und ausgebaut werden. Nicht nur für junge Menschen und Berufstätige, die verstärkt im Home Office arbeiten, werden wir weitere innovative Sportangebote wie den Pumptrack fördern, wenn sie natur- und landschaftsverträglich sind.

Für Familien werden wir Attraktionen wie den Abenteuerspielplatz am Moorerlebnisweg erneuern.

Am Reifinger See setzen wir uns für weitere beschattete Bereiche ein.

Konkret:

  • Parksituation am Strehtrumpf und in Mietenkam verbessern
  • Sport- und Freizeitangebote ausbauen und optimieren